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Relaunch der Grenzfläche: tetralog hat ein neues Corporate Design

tetralog könnte man gut und gerne als Fin-Tech Pionier bezeichnen; wenn es denn vor 25 Jahren den Begriff schon gegeben hätte. In der Zeitspanne seit unserer Gründung haben wir einiges miterlebt: den Shift vom Papp- zum Software-Optimizer, vom stationären zum Online Banking, von den ersten Software-Architekturen zur Disruption der Bankgeschäfts. Ein Thema zieht sich jedoch wie ein roter Faden durch unser Weltbild und unsere Arbeit: die Faszination für Grenzflächen. Und das nicht nur im physikalischen, sondern auch im philosophischen Sinn: die Grenzfläche ist da, wo Geld und Welt, wo Bank und Kunde sich berühren. Was uns antreibt, ist, an diesem neuralgischen Punkt eine Verbindung herzustellen, nicht nur für Experten, sondern auch für Privatanleger, am allerbesten als “shared experience”, bei der beide auf eine Seite wechseln. 

Vom Briefkopf auf den Screen

Klar, dass wir uns mit diesem Anspruch auch ab und an um die eigene Grenzfläche bemühen müssen, an der wir mit der Welt in Berührung kommen: das Corporate Design von tetralog. Auch davor hat der Paradigmenwechsel der Digitalisierung nicht Halt gemacht. Corporate Designs waren in den 90er Jahren (aus denen auch wir stammen), vor allem für Briefköpfe und Visitenkarten gemacht, eben die damals relevanten Touchpoints. Das Herzstück, nämlich das Logo, prangte damals auf Sweatshirts, Kühlerhauben oder Ladenfassaden. 

Während sich die Welt digitalisierte, veränderte sich auch die Aufgabe eines Corporate Designs: Waren es dazumal eher markierende Aufgaben, so manifestiert sich heute das Erlebnis einer Marke im Umgang mit derselben – in der User Experience. Treiber sind natürlich die vielen neuen, digitalen Touchpoints, die heute jedermann in Form von Smartphones in der Hosentasche herumträgt, als Interface im Fahrzeug oder als App am Bildschirm bedient. Ein Corporate Design ist heute mehr denn je aus der interaktiven Grenzfläche heraus gedacht und muss vor allem an den digitalen Schnittstellen funktionieren – genau wie unsere Software-Lösungen.

User Experience und Nervenzusammenbrüche 

In den letzten Jahre haben wir den Relaunch aller großen Tech-Logos erlebt (in deren Gesellschaft wir uns hiermit gerne einreihen). Regelmäßig erhitzen diese Facelifts die Gemüter mehr als ein Software-Update das jemals könnte: Kaum ein Logo-Redesign erhielt dermaßen viel Press und Social Media Coverage wie das von Google; Menschen erleiden Nervenzusammenbrüche, weil Spotify seinen Grünton überarbeitet. Insgesamt ist aber viel bemerkenswerter, dass der Stellenwert von Design bei den Tech- und Software-Marken enormen Auftrieb erhalten hat. Warum? Die Antwort liegt auch hier in der digitalen Grenzfläche, im User Experience Design. 

Hervorragend illustriert wird der Shift von passiver Unternehmens-Kennzeichnung zu aktiver User Experience durch ein Beispiel, das in puncto Design lange als der hässliche, kleine Bruder von Apple galt: Microsoft. Ältere Semester erinnern sich noch an das Logo, das die Software-Pappboxen im “Computer-Fachhandel” des letzten Jahrtausends zierte: ein Fenster (wegen “Windows”) mit vier in Primärfarben dargestellten Kacheln. Das Corporate Design war hier seinerzeit von Innen nach Außen gedacht – es repräsentierte die Unternehmensbereiche Office, xbox, Windows und Bing. Microsofts Einfluss geht heute weit über Pappschachteln hinaus: Mit der Einführung der Designsprache Metro und ihrer berühmten Kacheloptik für alle digitalen Anwendungen hat das Software-Unternehmen eine universale Grenzfläche geschaffen, die von Außen nach Innen gedacht ist – aus der User Experience heraus. Damit schließt sich der Kreis zu tetralog Software: Unsere Kacheln heißen “Widgets”; auch unsere Widgets sind ein universales, multifunktionales Prinzip an der Grenzfläche der digitalen Schnittstelle. 

Das Grenzflächen-Manifest 

Mit unserem neuen, digitalen Corporate Design bringen wir unsere Gestalt und das User Experience Design unserer Lösungen näher zusammen. Dies spiegelt unser Weltbild wieder: Wir glauben in unserer Arbeit und unseren Produkten an die Interaktion – nur ein tiefes Verständnis der Beziehungen an der Grenzfläche zwischen Finanzinstitution, Berater und Kunde kann intelligente Lösungen hervorbringen. Wir glauben daran, dass die digitale Experience mehr Dimensionen hat als die analoge – und tragen dem Rechnung in unseren Software-Lösungen für die Anlageberatung. Bei allen Möglichkeiten, die uns die digitale Schnittstelle eröffnet gilt jedoch eines für uns unverändert: Wir glauben an den echten Menschen im Beratungsprozess – und an menschliche Intelligenz.